Asbest-Fundstelle Dacheindeckung aus Faserzement  | © CRB Analyse Service GmbH

Asbest-Test von Eternit, Faserzement

  • Anwendungen, Produkte: Baumaterialien wie Dacheindeckungen (flache oder gewellte Platten), Außenverkleidungen, Rohre, Lüftungsrohre und Schornsteine, Blumenkästen oder Fensterbänke

Sie haben alte Eternitplatten auf Ihrem Dach oder an Ihrer Hausfassade? Vorsicht, hier besteht Asbestgefahr!

  • Asbestart(en): überwiegend Krysotil, selten Amosit und/oder Krokydolith
  • Asbestgehalt: im Allgemeinen 0-15%

In Eternitplatten Asbest zu verbauen, war bis Ende 1991 eine gängige Praxis. Bei Beschädigung oder Abnutzung der Platten können krebserregende Asbestfasern freigesetzt werden. Um sich zu schützen, sollten Sie vor einer Sanierung oder Renovierung Ihr Material immer auf Asbest testen lassen und die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen treffen.

CRB prüft Ihr Eternit zuverlässig auf Asbest. Einfach Probe einschicken und schnelle Gewissheit darüber haben, ob Ihr Baumaterial asbesthaltig ist.

Unsere Leistungen für Sie

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Kosten für den Asbest-Test von Eternit

Untersuchung als Materialprobe gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5

für 62,00 € netto (73,78 € brutto).

Asbest-Test von Faserzement, Eternit | © CRB Analyse Service GmbH

Häufig gestellte Fragen rund um Asbest in Eternit und Eternitplatten

Was sind Eternitplatten?

Eternit ist der Name eines bekannten Herstellers von Faserzementplatten, der Eternit AG. Der Begriff hat sich als Markenname etabliert und wird häufig synonym für Faserzementprodukte verwendet.

Faserzementplatten wurden früher (bis 1991) mit Asbest hergestellt, um die gewünschte Stabilität zu erreichen. Nachdem die Gefahren von Asbest erkannt wurden und die Verwendung von Asbestzementprodukten verboten wurde, werden Eternitplatten heutzutage stattdessen als asbestfreie Produkte mit künstlichen Mineralfasern oder unbedenklichen organischen Fasern hergestellt. Trotzdem spielt Asbest auch noch heute eine große Rolle, da viele an älteren Häusern verbaute Faserzementplatten noch Asbest enthalten.

In welchen Produkten befindet sich asbesthaltiger Eternit?

Asbestbelasteter Faserzement steckt zum Beispiel in:

  • Dacheindeckungen (gewellte und ebene Platten, künstlich hergestellte Schiefer)
  • Verkleidungen von Fassaden
  • Rohren für alle Bereiche des Tief- und Hochbaus
  • Lüftungsrohren und Abgaskaminen (Gasheizungen)
  • Gartenartikeln wie Blumenkästen
  • Fensterbänken
Asbesthaus - Fundstelle: Dacheindeckung aus Faserzement | © 2019, CRB Analyse Service GmbH | © CRB Analyse Service GmbH

Dacheindeckung aus Faserzement

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Dacheindeckung und Wandverkleidung aus Faserzement

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Dacheindeckung aus Faserzement

Asbesthaus - Fundstelle: Fassadenabdeckung aus Asbestzement, Eternit, Kunstschiefer | © 2019, CRB Analyse Service GmbH | © CRB Analyse Service GmbH

Typische Faserzement-Fensterbank

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Blumentöpfe aus Faserzement

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Fassaden- und Dachabdeckung aus Asbestzement

Weitere Beispiel-Bilder finden Sie in unserer Info-Grafik: Wo versteckt sich Asbest im Haus?

Welche Asbestarten können in Eternit enthalten sein?

In Faserzement findet man überwiegend Chrysotil. In selteneren Fällen aber auch Amosit und/oder Krokydolith.

Wie hoch ist der Asbestgehalt in Eternit?

Sollten Ihre Eternitplatten asbesthaltig sein, so beträgt der Asbestgehalt in der Regel 10-15 %, in schwach gebundenen Asbestprodukten wie Leichtbauplatten bis zu 40%.

Warum wurde Asbest in Eternitplatten verwendet?

Die Verwendung von Asbestzement brachte viele Vorteile mit sich. Durch das Hinzufügen von Asbestfasern zum Zement wurden dessen Materialeigenschaften (Bruch- und Reißfestigkeit) deutlich verbessert. 

Außerdem ist Asbest feuerfest, wasserunlöslich, leicht und auch sehr kostengünstig. Diese Eigenschaften machten das Material zu einem der beliebtesten Baustoffen der 60er Jahre. 

Natürlich wurde Asbest daher auch nicht nur in Eternit und somit zum Beispiel in Dacheindeckungen, Fensterbänken oder Blumenkästen verwendet. Auch an anderen Orten im Haus lässt sich der Gebäudeschadstoff oft finden. So ist Asbest ebenfalls in anderen Materialien wie Fliesenklebern, Dämmplatten oder im Fensterkitt enthalten.

Originalmaterial und Präparat einer Probe für die Untersuchung am Rasterelektronenmikroskop | © CRB Analyse Service GmbH
Originalmaterial und Präparat einer Probe für die Untersuchung am Rasterelektronenmikroskop

Bis wann wurde Asbest für die Herstellung von Eternitplatten verwendet?

Faserzementplatten, auch Eternitplatten genannt, wurden bis zum Jahre 1989 mit Asbest hergestellt. Wenn Sie ein Dach mit Baujahr bis 1991 besitzen, können Sie daher mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Ihr Dach asbesthaltig ist.

Wie erkenne ich Asbest in Eternitplatten oder Faserzement?

Asbestfreie Eternitplatten können zum Beispiel mit einem Kennzeichen wie AF (asbestfrei) gekennzeichnet sein. Zudem sollte auch auf das Baujahr des Gebäudes geachtet werden: In alten Häusern, die vor 1991 gebaut wurden, besteht Asbestgefahr. Sicherheit können Sie sich in den meisten Fällen nur durch eine Laboranalyse und einen Asbest-Test verschaffen. Um in Eternitplatten Asbest zu finden, benötigen wir nur eine kleine Probe des Materials. Dies können Sie bequem per Post einschicken.

Welche Gefahren gehen von asbesthaltigem Eternit aus?

Asbestfasern werden erst gefährlich, wenn diese freigesetzt werden. Allerdings wird Asbestzement über die Jahre hinweg brüchig. Deshalb kann zum Beispiel von einem alten Asbest-Dach immer eine Gefahr ausgehen. Seien Sie daher vorsichtig, wenn Ihre Faserzementplatten beschädigt sind.

Das Einatmen von Asbestfasern kann lebensgefährlich sein und auch Jahrzehnte später zu Asbestose oder Rippenfellkrebs führen. Deshalb sollten Sie jeglichen Kontakt mit asbesthaltigen Stoffen vermeiden.

Obwohl die Gefahren von asbesthaltigen Bauteilen schon Anfang der 70er Jahre bekannt waren, wurde Asbest in Deutschland erst im Jahre 1993 streng verboten. Mit einem Asbest-Test verschaffen Sie sich Gewissheit darüber, ob Asbest in Ihren Dachplatten, Fassadenplatten, Blumenkästen oder Fensterbänken enthalten ist.

Was tun bei asbesthaltigem Eternit?

Solange die Platten nicht beschädigt sind und der Asbest fest gebunden ist, besteht keine Gefahr. Asbestfasern werden erst gefährlich, wenn sie freigesetzt werden.

Sind Ihre Eternitplatten allerdings beschädigt, sollten Sie diese sofort entfernen und ersetzen lassen. Bei der Entsorgung müssen Sie bestimmte Schutzvorkehrung treffen und eine spezielle Entsorgungsfirma muss beauftragt werden, um die Entsorgung vorzunehmen.

Darf ich Eternitplatten mit dem Hochdruckreiniger säubern?

Eternitplatten dürfen auf keinen Fall mit einem harten Wasserstrahl gereinigt werden, da auf diese Weise Asbestfasern freigesetzt werden. Verboten ist die Reinigung durch:

  • Niederdruck- oder Hochdruckreiniger
  • Abbürsten (z.B. mit einer Drahtbürste)
  • Abschleifen

Unbeschichtete Asbestplatten dürfen gar nicht gereinigt werden. Sie dürfen lediglich beschichtete Asbestplatten mit drucklosem Wasser und einem Schwamm oder Tuch säubern. Generell wird von der Reinigung von Asbestdächern jedoch abgeraten, da auch beschichtete Dächer über die Jahre porös werden und die Gefahr der Faserfreisetzung zu groß ist.

Weitere Details zum Umgang mit Asbest sind festgehalten in den Technischen Regeln für Gefahrstoffe 519 (TRGS 519) und in der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV).

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Darf ich Eternitplatten streichen?

Nein, es gilt ein Überdeckungsverbot. Wenn die Lebenszeit eines Baustoffs abgelaufen ist, der nur noch Bestandsschutz hatte, darf keine nutzungsverlängernde Reparatur durchgeführt werden.

Wie kann ich asbesthaltige Platten entsorgen?

Für die Entsorgung asbesthaltiger Baustoffe oder Bauteile muss ein Fachunternehmen beauftragt werden, das unter Einhaltung strenger Regeln sicherstellt, dass keine Fasern freigesetzt werden. Nur zertifizierte Handwerker dürfen asbesthaltigen Materialien entfernen und entsorgen.

Identifizierung von Asbest in Faserzement-Produkten über rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen und energiedispersive Elementspektren

Icon für die Analyse auf WHO-Fasern mit dem Rasterelektronenmikroskop als Materialprobe gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5 | © CRB Analyse Service GmbH
ProbenArten
Im Standard untersuchen wir Faserzement als Materialprobe gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5.
 
Es stehen Ihnen weitere Probenarten, wie etwa Staubproben zur Verfügung.
 
Icon als Hinweis für die Preise der  Untersuchung als Materialprobe gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5 und weitere | © CRB Analyse Service GmbH
Preise
Die Untersuchung als Materialprobe
gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5
eines ca. münzgroßen Materialstücks kostet
62,00 € netto (73,78 € brutto).
 
 Weitere Preise finden Sie in unserer Preisliste.
Icon als Hinweis für Informationen zum Probenversand mit Schritt-für-Schritt-Anleitung | © CRB Analyse Service GmbH
Probenversand
Proben müssen vorsichtig entnommen, einzeln verpackt und für unser Labor gut identifizierbar mit der Bestellnummer des jeweiligen Materials beschriftet sein.
Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung inkl. Video hilft Ihnen dabei.